allgemeine Polierhinweise

allgemeine Polierhinweise

Polieranleitung

Poliertipps:

Harte und mittelharte Polierschwämme sowie Polierfelle für Schleifpolituren

Weiche und mittelweiche für Hochglanzpolituren (z.B.

Weiche, feinporige Schwämme für Antihologrammpolitur (z.B. blauer 3M Schwamm oder roter Hai-Tec´s Schwamm)

Handschwamm für die Verarbeitung von Polish Rosa

 

Verarbeitung:

Polierschwämme leicht anfeuchten

Etwas Schleifpaste oder Politur auf den Schwamm oder auf den Lack geben und mit der uneingeschalteten Maschine auf dem Lack verteilen

Mit ca. 1200 U/min verarbeiten

Trockene Reste entfernen

Polish Rosa sehr dünn auftragen und nach dem trocknen abstauben.

 

Achtung: 

Auf Überhitzung achten. Nie lange an der gleichen Stelle polieren. Eine zu hohe Temperatur des Lackes kann zu Verfärbungen führen. Lackierte Kunststoffteile bilden Lackblasen.

Nicht bei direkter Sonneneinstrahlung arbeiten.

Stets für Staubfreiheit sorgen.

Nicht über Kanten polieren, da die Polierschwämme dabei schnell kaputt gehen.

Bei jedem Arbeitsgang muss der Lack von Polier- und Schleifresten befreit werden, um ein neues Zerkratzen zu verhindern.

 

Vorarbeit

Reinigen

Das Fahrzeug muss vor der Verarbeitung mit Schleifpasten und Polituren sehr gut gereinigt werden. Jedes Staubkorn kann zu Hologrammen oder sogar Kratzern führen. Außerdem ist am sauberen Auto leichter jeder Lackdefekt zu erkennen um diesen zu bearbeiten.

Abdecken

Es ist zwar ein Aufwand die Kunststoffteile abzudecken, sollte aber gemacht werden. Polituren dringen schnell in den Kunststoff ein und sorgen für unschöne Flecke, die schwer beziehungsweisegar nichtmehr weggehen.

Auch das abdichten der Karosseriefugen erspart einige Nacharbeiten.

Kratzer entfernen

Kratzer, die durch den Lack gehen bzw. Steinschläge:

Solche tiefe Kratzer kann man nicht einfach auspolieren. Für die Bearbeitung solcher Lackfehlstellungen ist ein Decklack in den Farbton des Fahrzeuges notwendig (Lackstift).

Ist der Schaden bis zum puren Metall, muss eventueller Rost entfernt und ein Primer dünn in den Kratzer eingeträufelt werden. Dies kann man mit einem ganz dünnen Pinsel machen oder noch besser mit einem angespitzten Streichholz. Die Schicht sollte hauchdünn sein, denn es muss auch noch der Decklack in den Kratzer rein.

Dann muss der Primer erst einmal aushärten. Ist dies geschehen, kommt der Decklack vorsichtig rein. Auch dieser muss richtig aushärten, bevor daran weiter gearbeitet werden kann.Natürlich bleibt eine kleine Unebenheit übrig. Diese kann man mit einem Schleifblütenklotz bearbeiten. Dabei fängt man mit einer gröberen Schleifblüte an und wird immer feiner, bis eine gleichmäßige Fläche entsteht die recht glatt ist. Immer vorsichtig arbeiten, damit der Lack um die Stelle nicht beschädigt wird. (Lackschichten sind äußerst dünn). Weiteres unter 3.2.

Grobe Kratzer im Klarlack

Da jedes Arbeiten mit Schleifpasten zu einer Verringerung der Lackstärke führt,sollte man die Schleiffläche so gering wie möglich halten. Wenn das Fahrzeug nicht komplett mit tiefen Kratzern übersät ist, ist es am besten mit einem kleinen Teller und Schwamm (ca. 75 mm) zuarbeiten. Damit kann man punktgenau die Fehlstellungen im Lack angehen und schont die restliche Fläche. Auf die Winkelpoliermaschine (eine drehzahlgeregelte Bohrmaschine kann man auch verwenden) wird ein grober Polierschwamm bzw. Fell angeheftet (Polierschwamm leichtanfeuchten) , die Maschine noch nicht anschalten, etwas grobe Schleifpaste auf den Schwamm geben, auf die Stelle des Kratzer verteilen und dann anschalten und vorsichtig und ohne großen Druck mit etwa 1200 U/min planschleifen.

Vorsicht: Eine zu hohe Temperatur des Lackes kann zu Verfärbungen führen. Lackierte Kunststoffteile bilden Lackblasen.  

Beim Polierschleifen muss immer wieder die Kratzerstelle kontrolliert werden bis der Schaden nicht mehr zu sehen ist. Weiteres unter 3.3.

Feine Kratzer

Sind nur einzelne leichte Kratzer vorhanden, kann man diese natürlich punktuell bearbeiten. Oft sind diese über das ganze Fahrzeug verteilt. Dazu kommen noch matte Stellen z.B. durch Vogelkot. Dann muss man gleich das ganze Auto bearbeiten. Dafür sollte man den Polierschwamm nicht größer als 150 mm verwenden (besser 125 mm).

Auf den mittelharten Schwamm (leicht anfeuchten) kommt etwas feine Schleifpaste und diese wird gleichmäßig verteilt. Es sollte eine nicht zu große Fläche gleichzeitig bearbeitet werden, da die Schleifpaste antrocknetund zu Schleifspuren führen könnte. Die Maschine wird gerade ohne großen Druck gleichmäßig hin und her bewegt. Polierreste werden danach weggewischt und das Ergebnis kontrolliert. Wenn nötig wiederholen.

Achtung: Wieder auf die Erhitzung achten. Nie lange an der gleichen Stelle polieren. Nicht über Kanten polieren, da die Polierschwämme dabei schnell kaputt gehen.

Es muss ein gleichmäßiger Glanz entstehen. Wenn alle Schäden behoben sind, kommt das Finish. Weiteres unter 4.

Hochglanz-Polieren

Es gibt zwei Arten von Hochglanzpolituren, die Standard-Hochglanzpolitur und die Antihologrammpolitur. Da bei dunklen Autos Hologramme leichter auffallen, verwendet man bei diesen meistens eine Antihologrammpolitur. Diese ist cremiger und bildet beim Polieren einen gleichmäßigen Film. Auf hellen Autos sind Hologramme kaum zu erkennen und darum genügt eine normale Hochglanzpolitur. Man muss auch sagen, dass das Antihologramm-Polieren eine gewisse Erfahrung bedarf um ein sehr gutes Ergebnis hinzubekommen. Zum Polieren verwendet man einen weichen feinporigen Schwamm. Besonders beim Hochglanzpolieren muss auf eine große Sauberkeit geachtet werden; jedes kleinste Staubkörnchen kann zu neuen Lackspuren führen. Gearbeitet wird, wie beim Schleifen, mit gleichmäßigen Bewegungen (ca. 1000 U/min) bis ein Hochglanzeffekt entsteht.

Wichtig: Bei jedem Arbeitsgang muss der Lack von Polier- und Schleifresten befreit werden.

Versiegeln

Versiegelt wird mit der Hand um neue Lackspuren zu vermeiden.Außerdem geht es mit der Hand viel leichter und schneller, als mit der Maschine. Z.B. wird Polish Rosa von 3M nur hauchdünn auf den Lack aufgetragen (es sollte fast nichts zusehen sein) und mit einem weichen Microfasertuch abgestaubt werden.